Ischämischer Hirninfarkt
Häufigste Schlaganfall-Form: eine Hirnarterie verschliesst sich, das dahinter liegende Hirngewebe wird nicht mehr versorgt. Zeit ist Hirn.
Ein wachsendes Glossar der wichtigsten Begriffe rund um Hirngesundheit, Schlaganfall und präventive Neurologie. Für Fachpublikum ebenso wie für Patientinnen, Patienten und Angehörige. Weitere Begriffe folgen laufend, Anregungen sind willkommen.
Häufigste Schlaganfall-Form: eine Hirnarterie verschliesst sich, das dahinter liegende Hirngewebe wird nicht mehr versorgt. Zeit ist Hirn.
Blutung im Gehirn, etwa 15 % aller Schlaganfälle. Ursachen sind Bluthochdruck, Gerinnungsstörungen oder Gefässanomalien.
Vorübergehende neurologische Ausfälle durch eine kurze Durchblutungsstörung. Ein Warnsignal, das immer abgeklärt gehört.
Kleiner Schlaganfall in tiefen Hirnregionen durch Verschluss kleiner Arterien. Oft unterschätzt, aber langfristig relevant.
Schlaganfälle bei Krebspatienten mit eigener Pathophysiologie. Fokus der Kooperation Bern – Weill Cornell Medicine (New York).
Erkrankung kleiner Perforator-Arterien, häufige Ursache lakunärer Schlaganfälle. Fokus der internationalen Kooperationsforschung mit Wien.
Erkrankung der kleinen Hirngefässe. Wichtige Ursache lakunärer Infarkte und kognitiver Verschlechterung im Alter.
Genetisch bestimmter Risikofaktor für Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Schlaganfall. Sollte einmal im Leben gemessen werden.
Das «schlechte» Cholesterin. Einer der wichtigsten modifizierbaren Risikofaktoren für Arteriosklerose und Schlaganfall.
Verengung der Halsschlagader durch Arteriosklerose. Wichtige Ursache und Warnsignal für Schlaganfall.
Nicht die Enge einer Halsschlagader ist entscheidend, sondern wie instabil die Ablagerung ist. Kernthema der Studien VALCAST und LIP-CAP.
Massnahmen nach einem ersten Ereignis, um ein zweites zu verhindern: Medikamente, Lebensstil, systematische Kontrollen.
Häufigste Herzrhythmusstörung mit deutlich erhöhtem Schlaganfallrisiko. Antikoagulation kann bis zu 70 % dieser Schlaganfälle verhindern.
Blutgerinnungshemmung durch Medikamente (DOAK, VKA). Wichtigste Prävention bei Vorhofflimmern.
Blutmarker für Gerinnungsaktivität. Relevant in der Schlaganfall-Diagnostik, besonders bei krebsassoziierten Ereignissen.
Ultraschalluntersuchung der hirnversorgenden Gefässe. Nicht-invasiv, aussagekräftig, wichtig für Diagnostik und Verlauf.
Kombination aus Bildgebung und Flussmessung. Zeigt Gefässverengungen und Flussstörungen in Echtzeit.
Auflösung des Blutgerinnsels beim akuten Schlaganfall durch Medikamente. Standardtherapie im 4,5-Stunden-Fenster.
Mechanische Entfernung eines Thrombus aus einer Hirnarterie. Standardtherapie beim grossen Gefässverschluss.
Magnetresonanz-Bildgebung der Hirndurchblutung. Zeigt nach einer TIA minderdurchblutete Areale, die ein Folgeereignis ankündigen können.
Die Fähigkeit des Gehirns, altersbedingte Veränderungen zu kompensieren. Wird durch Bildung, Aktivität und soziale Kontakte aufgebaut.
Die lebenslange Anpassungsfähigkeit des Gehirns. Basis für Rehabilitation, Lernen und mentale Fitness.
Gehirngesundheit über die ganze Lebensspanne: Prävention, kognitive Fitness, mentale Gesundheit und der Schutz vor Schlaganfall und Demenz als eine gemeinsame Aufgabe.
Internationale Deklaration (Lancet Neurology 2025) zur Gründung einer weltweiten Brain-Health-Allianz. Mitgetragen vom Inselspital-Team.
Standardisierte Skala zur Beurteilung der Schwere eines Schlaganfalls (0 bis 42 Punkte).
Funktionelle Verlaufsskala nach Schlaganfall (0 = keine Symptome, 6 = verstorben). Standard-Outcome in Studien.
Pro Minute unbehandelter Ischämie gehen rund 1,9 Millionen Nervenzellen verloren (Saver, Stroke 2006). Deshalb zählt beim Schlaganfall jede Minute: sofort 144 wählen.